Modellierung von Treibhausgasemissionen und Stickstoffauswaschung in Rohstoffpflanzenfruchtfolgen

Projektmitarbeiter: Dr. Jens Tierling, Dr.-Ing. René Dechow, Dr. Roland Fuß (Thünen-Institut für Agrarklimaschutz)

Die Prozesse, die zur Bildung und Freisetzung von Treibhausgasen in und aus landwirtschaftlichen Böden führen, sind relativ komplex und vielschichtig, weshalb die Übertragung von Messergebnissen auf andere Standorte mitunter nicht ohne Einschränkungen möglich ist. Daher ist vor allem für die Abschätzung der langfristigen Effekte von THG-Minderungsmaßnahmen der Einsatz von prozessorientierten Modellen, die die komplexen Interaktionen von Klima, Bodeneigenschaften und Landnutzungsmaßnahmen an einem Standort berücksichtigen, unerlässlich.

Versuchsdaten aus langjährigen Feldversuchen ermöglichen es, prozessbasierte Ökosystemmodelle zu kalibrieren und diese damit in die Lage zu versetzen, die beobachtete Biomasseentwicklung der angebauten Fruchtarten, die Kohlenstoffdynamik und die direkten Lachgasemissionen abzubilden. Die Validierung des Modells wird anhand von Daten aus den abgeschlossenen Experimenten der anderen Teilprojekte erfolgen. Das validierte Modell wird dann verwendet, um die Effekte von THG-Minderungsoptionen für unterschiedliche Boden-Klima-Regionen Deutschlands zu untersuchen.

Ablaufschema von der Modellkalibrierung an experimentellen Felddaten bis zu vergleichenden Szenarien zu landnutzungsbedingten Treibhausgasemissionen für Bodenklimaräume.
Ablaufschema von der Modellkalibrierung an experimentellen Felddaten bis zu vergleichenden Szenarien zu landnutzungsbedingten Treibhausgasemissionen für Bodenklimaräume. (© Thünen-Institut für Agrarklimaschutz)